Die Chronik
| Die Geschichte des Vereins |
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| Geschrieben von: Stefan Oettgen |
Im Jahre 1927 taten sich einige junge Männer aus Lautzert zusammen, um einen Fußballverein zu gründen. Als Sportplatz wurde ein brachliegendes Flurstück auf der Lautzerter Höhe zwischen Lautzert und Oberdreis liegend gerodet und zum Fußballspielen hergerichtet. Es stellte sich jedoch heraus, dass dieses Gelände nicht sonderlich gut geeignet war, da es sehr feucht war und keine Drainage besaß. Auf Initiative von Lehrer Köhler aus Lautzert wurde Mitte der 30er Jahre das Gelände oberhalb Lautzert von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Auch hier waren erhebliche Rodungs- und Erdarbeiten erforderlich, um das Gelände nutzbar zu machen. Lehrer, Schüler und Dorfbewohner leisteten viele Stunden Arbeit, um einen neuen Sportplatz herzurichten. Er wurde dann überwiegend zum Schulsport genutzt – bis Ende 1938 eine berittene Militäreinheit den Platz zu Übungszwecken vereinnahmte. Nach Abzug im Frühjahr 1939 war eine erneute Renovierung erforderlich. Fortan wurde der Platz für den Schulsport und von den Fußballern genutzt. Er ist die Heimat unseres Vereins bis zum heutigen Tage.Während des Krieges wurde dann der Vereinsfußball mangels geeigneter Spieler eingestellt. Aber bereits im Herbst 1945 wurde auf Initiative von Alfred Schumacher das Fußballspielen im Verein wieder angeregt. Erneut waren umfangreiche Arbeiten am Sportplatz notwendig. Er musste auf die notwendigen Mindestmaße vergrößert werden, was weitere Rodungen nach sich zog. Ebenso mussten die durch den Krieg vorhandenen Bombentrichter eingeebnet werden. Viele Arbeitseinsätze waren erforderlich, um den erneuten Spielbetrieb zu ermöglichen. In den Jahren 1946/1947 wurden zunächst nur Freundschaftsspiele ausgetragen, ehe man in der erneuten Gründungsversammlung am 30.07.1947 die rechtlichen Voraussetzungen für das Bestehen des Vereins schaffen konnte, der sich fortan Spielvereinigung Lautzert-Oberdreis nannte. Am 07.02.1948 wurde das erste Meisterschaftsspiel gegen Rüscheid ausgetragen. Im Jahr darauf gründete sich eine 2. Mannschaft, die aber nur ein Jahr Bestand hatte. Als dann am 17.01.51 der damalige 1. Vors. Otto Zerres auch die 1. Mannschaft mangels geeigneter Spieler abmeldete, war die Vereinstätigkeit nach ca. 3 ½ Jahren schon wieder beendet. In der Zeit von 1946 – 1949 bestand auch eine Damen-Handballmannschaft. Über 20 junge Damen pflegten das Handballspiel auf dem Sportplatz. Auch diese Abteilung wurde mangels Nachwuchs aufgelöst.In der erneuten Gründungsversammlung am 08.08.1959 wurde der Verein wieder aufleben lassen. Es bildeten sich innerhalb kurzer Zeit zwei Senioren- , eine A-Jugend- und eine C-Jugendmannschaft. Alle vier Mannschaften begannen im darauffolgenden Jahr mit den Meisterschaftsspielen. Weitere Jugendmannschaften wurden ins Leben gerufen und ein reger Spielbetrieb entwickelte sich. Ende der 60er Jahre gingen dem Verein dann die Jugendspieler aus (Mangel an Betreuung?), so dass alle Mannschaften abgemeldet werden mussten. Die 1. Mannschaft konnte in dieser Zeit zweimal den Aufstieg in die 2. Kreisklasse erreichen, jedoch jeweils nicht halten. Die 2. Mannschaft dagegen musste mal wieder kurzfristig abgemeldet werden. Ende der 60er-/Anfang der 70er Jahre wurde erstmals mit einem Fußballtrainer gearbeitet. In der Saison 1977/1978 konnte wieder der Aufstieg geschafft werden, diesmal in die Kreisliga B. Profitieren konnte der Verein von den guten A-Jugendspielern aus der Jugendspielgemeinschaft mit Berod/Wahlrod, die Mitte der 70er Jahre gegründet worden war und bis heute Bestand hat. Durch die Erfolge der 1. Mannschaft bildete sich nach deren Aufstieg auch wieder eine 2. Mannschaft, die ihren Spielbetrieb fortan bis zum heutigen Tag aufrecht erhielt. Die 1. Mannschaft konnte übrigens die Klasse nicht halten und stieg ein Jahr später wieder in die Kreisliga C ab. ![]() Das Vereinslokal Schumacher sorgte bei den Heimspielen dafür, dass die Spieler (zumindest die Gäste) sich waschen und später auch duschen konnten. Dies sollte geändert werden. Das Häuschen am Sportplatz beherbergte lediglich die Kreide zum Abgrenzen des Platzes und ein paar Kästen Bier und Limonade. Es musste eine andere Lösung gefunden werden. Also wurde ein Vereinsheim in eigener Regie gebaut. Insgesamt über 2000 Std. Eigenleistung waren erforderlich, bis im Sommer 1977 die Einweihung stattfinden konnte. Auch der Sportplatz wurde in dieser Zeit erneut renoviert aber nicht wirklich besser. Der komplette Neubau zum Rasenplatz mit Trainage, Abgrenzung, Sitzbänken etc. wurde in der Saison 1984/1985 durchgeführt. Mit der Einweihung des Platzes, dem einige Jahre vorher gebauten Vereinsheim und der zwischenzeitlich installierten Flutlichtanlage bot sich dem Fußballer in Lautzert eine Anlage, die für eine C-Klassen-Mannschaft überproportioniert war, von der arbeits- und kostenintensiven Pflege des Areals ganz zu schweigen. Der sportliche Erfolg fehlte, die 1. Mannschaft wäre 1987 fast in die D-Klasse abgestiegen. Nach der Saison verließen ca. 10 Aktive unseren Verein, meist in Richtung Woldert. Mit der Verpflichtung des neuen Spielertrainers Richard Schug wurden dann die Weichen in eine bessere Zukunft gestellt. Am Ende der Saison 1988/1989 konnte die 1. Mannschaft Meisterschaft und Aufstieg in die B-Klasse feiern. Auch die 2. Mannschaft spielte mehr oder weniger erfolgreich in der D-Klasse. Die Jugendmannschaften, immer noch in Spielgemeinschaft mit Berod/Wahlrod, inzwischen erweitert auf Kroppach und Ingelbach/Borod/Mudenbach waren ebenfalls zum Teil sehr erfolgreich.Ein neues Problem tat sich auf. Das Flachdach des Vereinsheims war undicht. Die Lösung war ein Satteldach mit gleichzeitiger Erweiterung des ganzen Hauses. Der Umbau erfolgte 1996 und nahm größere Ausmaße an als zunächst gedacht. Wieder wurden große Anstrengungen von Vorstand und Vereinsmitgliedern gefordert. Nach der Fertigstellung konnte der Dachgeschossraum zu Gymnastikübungen genutzt werden. Das Haus bekam einen neuen Anstrich. Neben einer neuen Heizung wurde ein Kühlraum und eine kleine Küche installiert. Eigentlich sollte fortan das Hauptaugenmerk auf den Fußball gelegt werden. Aber weit gefehlt. Für Trainingsmöglichkeiten bei schlechter Witterung sorgte der Sportplatz in Puderbach. Leider wurde dieser Platz in den letzten Jahren doch sehr vernachlässigt und oftmals für uns nicht zur Verfügung gestellt. Es musste eine andere Lösung her. Der sich neben unserem Rasenplatz befindliche Hartplatz sollte ausgebaut werden. Im Herbst vorigen Jahres wurde begonnen, diesen Platz zu vergrößern und zum Trainingsplatz auszubauen. Inzwischen ist auch diese Baumaßnahme abgeschlossen. Der Einweihung steht nichts mehr im Wege. Gleichzeitig wurde das Gelände vor dem Vereinsheim höhenmäßig angepasst, so dass hier weitere Parkfläche entstanden ist. Die sportliche Entwicklung hat mit den baulichen Investitionen leider nicht schrittgehalten. Erstmals nach dem Aufstieg 1988/1989 konnte unsere 1. Mannschaft die Klasse nicht halten und stieg in die Kreisliga C ab. Die 2. Mannschaft spielt nach wie vor in der Kreisliga D eine gute Rolle. Erfreulich sind die Ergebnisse in der Jugendspielgemeinschaft. Der Nachwuchs für unsere Senioren sollte also gesichert sein und damit auch der sportliche Erfolg in der Zukunft. Oberdreis, 23.05.2007 |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Januar 2009 um 11:14 Uhr |
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machen. Lehrer, Schüler und Dorfbewohner leisteten viele Stunden Arbeit, um einen neuen Sportplatz herzurichten. Er wurde dann überwiegend zum Schulsport genutzt – bis Ende 1938 eine berittene Militäreinheit den Platz zu Übungszwecken vereinnahmte. Nach Abzug im Frühjahr 1939 war eine erneute Renovierung erforderlich. Fortan wurde der Platz für den Schulsport und von den Fußballern genutzt. Er ist die Heimat unseres Vereins bis zum heutigen Tage.
½ Jahren schon wieder beendet. In der Zeit von 1946 – 1949 bestand auch eine Damen-Handballmannschaft. Über 20 junge Damen pflegten das Handballspiel auf dem Sportplatz. Auch diese Abteilung wurde mangels Nachwuchs aufgelöst.
spielte mehr oder weniger erfolgreich in der D-Klasse. Die Jugendmannschaften, immer noch in Spielgemeinschaft mit Berod/Wahlrod, inzwischen erweitert auf Kroppach und Ingelbach/Borod/Mudenbach waren ebenfalls zum Teil sehr erfolgreich.